Als Trainer*in für die Tangotherapie Neurotango wissen wir um die positive Wirkung auf Körper, Geist und Psyche von Menschen mit neurologischen Erkrankungen.
Studien belegen, dass Elemente aus dem Tango Argentino dabei helfen, die motorisch-koordinativen und kognitiven Fähigkeiten zu verbessern.
Abgesehen von Konzentration und Koordination bringt der Neurotango vor allem eines: Freude am Tanzen und an der Gemeinschaft. Die psychischen und sozialen Komponenten kombinieren sich in idealer Weise.
Beim Tanzen findet ein komplexer Lernprozess statt. Die Leute müssen sich in ihrem eigenen Körper sortieren, sie müssen sich auf das Gegenüber einstellen, sie müssen sich auf den Raum konzentrieren und sie müssen auf die Musik horchen. Der klare Rhythmus des Tangos hilft dabei.
Beim Führen und Folgen werden motorisch völlig verschiedene Qualitäten trainiert: "Wenn ich folge, muss ich reagieren, wenn ich führe, muss ich sehr klar sein in dem, was ich mache." Wer klare Ansagen macht, hilft im Alltag auch den Angehörigen.
Nach jeder Einheit wird besprochen, wie sich die Bewegung angefühlt hat.
Speziell die Tangomusik führt einen in melancholische Tiefen hinein, die ja bei Erkrankungen da sind, durch das körperliche Erleben führt der Tango aber auch wieder hinaus, es geht einem besser. Förderlich ist, dass die Bildung von Dopamin angeregt wird. Bei Parkinson fehlt der Botenstoff Dopamin, der oft als Belohnungshormon bezeichnet wird.
Beim Neurotango beobachten wir, dass durch die Konzentration Symptome wie etwa Tremor gemildert werden.